Ein guter Jahrgang

29. Dezember 2021 | Neuigkeiten

Ein guter Jahrgang

Ende 2020 legte der Gründer von grommunio das Fundament. Open Source, Groupware, digital souverän und sicher – damals noch unter dem Namen grammm. Wer hätte gedacht, dass die erste ernstzunehmende Open-Source-Alternative zum Platzhirsch Microsoft Exchange aus Österreich stammen würde? Über die Jahre hatten es viele, auch große Konzerne versucht, doch keiner konnte Microsoft Paroli bieten. Warum sollte grommunio schaffen, was vielen versagt blieb? Ein Jahr später blickt der Hersteller auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

Ein guter Jahrgang: Norbert Lambing CEO
Für grommunio CEO Norbert Lambing als Ruderweltcupsieger und Medaillengewinner war es stets wichtig, „die besten Leute ins Boot zu holen“. Sein Motto: „If you’re the smartest one in the room, you’re in the wrong room!“ (Richard Tirendi)

Open Source: Auf den Schultern von Riesen

Der Schlüssel für den Erfolg von grommunio liegt in der Kombination aus ausgereifter Open-Source-Technologie, erfahrenen Entwicklern und den richtigen Schwerpunkten. grommunio unterstützt Outlook-, iPhone- und Android-Clients nativ, ohne Änderungen, ohne Softwareinstallation. Mobile Clients für Chat, Video und Files , ein vollständiges Webinterface mit fortschrittlichen Administrations- und Monitoring-Tools sowie einem Funktionsumfang, der Microsofts Produkt bei weitem übersteigt, komplettiert das Bild. Das Wiener Team tritt an, den Groupware-Markt gehörig aufzumischen. Als CEO von grommunio und IT-Manager holte sich Norbert Lambing, selbst Sportdirektor des österreichischen Ruderverbandes und mehrfacher Ruderweltcupsieger, WM-Medaillengewinner und Olympiateilnehmer in Sydney 2000, den erfahrenen Martin Witte als CSO ins Boot, der die Themen Sales und Partner für grommunio betreut.

Anfang 2021 lieferte grommunio (noch als „grammm“) seine erste Version inklusive Online Demo, ein paar Wochen später den ersten Video-Werbespot. Dabei deckte die Groupware immer schon eine große Bandbreite an Images, Plattformen und Hardware ab – vom Raspberry Pi bis zum Mainframe.

Ein guter Jahrgang: Von Mainframe bis Raspberry Pi
Schlank und OpenSource: Ein MS Exchange-Replacement, vom Raspberry Pi bis zum Mainframe.

Zwei weitere Releases, einige Zeitschriftenartikel und einen Namenswechsel später hat das Projekt Fahrt aufgenommen und scheint mehr als nur einen Fuß in der Tür des Groupware-Markts zu haben. Heute, Ende 2021, hat grommunio mehr als 60 Partner weltweit, darunter Systemhäuser, Hoster, Cloud-Anbieter und mehr. Hinter der Software stecken nicht nur ein digitaler Arbeitsplatz mit Schnittstellen zu gängigen Programmen wie Outlook, zentralem Adressbuch, Kalender sondern auch gebündelte Kommunikationswege mit Open-Source-Klassikern wie Mattermost (Chat) oder Jitsi (Videokonferenzen) und modernen File-Synchronisation auf Enterprise-Niveau mit ownCloud.

Produkt

grommunio Produkt
Meet, Chat, Files, Archive, Mobile Device Management (MDM) und Groupware – die Featurepalette von grommunio übersteigt die von Microsoft Exchange bei weitem.

Außerdem legt grommunio seinen Fokus auf den Datenschutz nach EU-Standards und großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre. Damit zeigt sich das Tool als attraktive, sichere, Datenschutz- und rechtskonforme Alternative zum Platzhirsch und ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Souveränität.

Grundwerte

grommunio Grundwerte
Datenschutz, Compliance, Sicherheit und digitale Souveränität auf europäischem Niveau, im europäischem Rechtsraum und aus einer Hand.

Mediale Aufmerksamkeit

Die Bedeutung der Entwicklungen in und um grommunio blieb auch Nachrichtenportalen wie heise.de (in den News) und der renommierten IX nicht verborgen. Den ersten lokalen Presseberichten folgten schnell internationale Beachtung, beispielsweise bei opensource.com und ITWire. Später erschienen Vergleichstests wie der ebenfalls auf opensource.com veröffentlichte Artikel, der grommunio mit anderen namenhaften Open-Source-Exchange-Alternativen (Nextcloud, Kopano, ownCloud) vergleicht und es als Empfehlung unter den opensource.com Open Source Resources listet. Aber nicht nur in den Medien erregte grommunio Aufmerksamkeit. Im Sommer stellte Instagram eine phonetische Ähnlichkeit zwischen den Markennamen (damals noch „grammm“) fest und legte dem Start-up nahe, seine Namenswahl noch einmal zu überdenken. Die Wiener entsprachen dem Wunsch des US-Konzerns und verabschiedeten sich von den drei „m“s, stattdessen firmiert man seit Juli unter grommunio, abgeleitet aus „groupware“ und dem lateinischen Wort für Gemeinschaft,  „communio“.

Neue Releases, skalierbar für Millionen von Nutzern

grommunios Anspruch, als Drop-In-Replacement Microsoft Exchange abzulösen, legt die Messlatte hoch. Mitte August 2021 kam das zweite und bisher größte Release der grommunio Appliance und brachte neben diversen Bugfixes umfangreiche neue Features, großflächige Erweiterungen, weitere Prozessorarchitekturen, neue Images und diverse neue Funktionen und Tools. Die Palette der Schnittstellen wächst weiter und erleichtert die Migration von Exchange (PST), Kopano (DB/Attachments) und generischen Mail-Systemen (IMAP/CalDAV/CardDAV).

Das Release 2021.08.2 brachte eine komplette Überarbeitung von grommunio Web, einen neuen Editor sowie weitere Authentifikationsverfahren wie OpenID Connect. Im November kamen dazu Shared Mailboxes, Owner-Permissions mit automatischer Einbindung per AutoDiscover und Support für Stretched Cluster-Installationen. Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und Wachstum stehen bei der Entwicklung von grommunio im Fokus, Installationen mit Millionen von Nutzern sind jetzt schon möglich. Benutzer lassen sich intern, via Active Directory oder LDAP-Verzeichnisse managen, ihre Smartphones aus der Ferne löschen, die Daten via Migrationsassistenten übertragen.

grommunio Partner Portal
Über 60 Partner weltweit kann grommunio Ende 2021 vorweisen.

Partner weltweit, Open-Source und Open Standards

Mittlerweile kann grommunio auf Verträge mit auf Steuerberater und Anwälte spezialisierten Hostern verweisen, eine Branche, die erwartungsgemäß hohe Ansprüche an Datenschutz, Sicherheit und Zuverlässigkeit hat. Mehr als 60 Partner weltweit konnte man für sich gewinnen, weitere Partnerschaften stehen in den Startlöchern.

Der Quellcode des Open-Source-Projektes grommunio liegt auf GitHub, eine freie Version ist verfügbar, darüber hinaus unterstützt grommunio eine lange Liste von freien und offenen Standards. Die aktive Community hilft dabei regelmäßig, mit neuen Integrationen und Erweiterungen. Auch indem grommunio seine Sprachressourcen auf der Plattform für kollaborative Internationalisierung Weblate veröffentlicht, reiht es sich nahtlos ein in LibreOffice, SUSE, Fedora und vielen anderen bekannten Open Source Produkten, die dort kollaborativ die Internationalisierung vorantreiben.

Weblate
Weblate ist ein kollaboratives Projekt zur schnelleren und besseren Internationalisierung, beispielsweise von Open-Source-Software. Auch grommunio nutzt es.

Was bringt 2022?

Auch im nächsten Jahr stehen spannende Entwicklungen an. In der Februarausgabe des Linux-Magazins (EVT Anfang Januar) findet sich ein ausführlicher Artikel über grommunio, inklusive eines umfangreichen Pakets aus Software auf der beiliegenden Heft-DVD, darunter auch einer LIVE-Version von grommunio zum schnellen Testen.
Das Linux-Magazin 02/2022 bringt Anfang Januar einen Artikel über sowie eine angepasste Version von grommunio auf der Heft-DVD.

Ein guter Jahrgang: Roadmap 2022
Auch die Roadmap für 2022 beinhaltet ambitionierte Ziele, beispielsweise die Implementierung von Microsofts Graph-API.

Im Februar wird dann die nächste Version der grommunio Appliance erscheinen, die unter anderem SSO-Technologien für einfache Logins und Credential-Management in Unternehmensnetzwerken integriert. Zudem arbeitet das Start-up derzeit an weiteren Add-ons für Outlook und mobile Clients. Ebenfalls auf der Roadmap für nächstes Jahr: Die erweiterte Implementation des EWS-Protokolls. Damit wird grommunio den Kreis der unterstützten Protokolle schließen, so dass sich jede kompatible ERP-, CRM- oder auch Meeting-Lösung schon im Backend integrieren lässt, darunter auch SAP, Salesforce oder Unite.